Um halb 9 startet das Schiff in Richtung Isla del Sol. Wir müssen zu den 50 Sol noch 10 Bol drauf zahlen, da Royal Trip offensichtlich nur nen Halbtagestrip gebucht hat. Der Gang über die Insel ist landschaftlich wunderbar. Man muss aber schon einen zügigen Marsch hinlegen um die Fähre am Südzipfel zu bekommen. Die letzten Stufen werden gesprintet. Das Boot um vier Uhr ist da etwas gechillter. Nach nem Sundowner-Radler gehen wir ins La Cúpula zum Abendessen. Die Forelle für 45 Bol. 4,5€ ist sehr zu empfehlen, aber man muss reservieren. Wir hatten Glück, dass es nen Tisch gab. Abends hebe ich noch Geld zum Hotel-Bezahlen ab.
Tag 14
Nach dem Frühstück fällt mir auf, dass meine Visa Karte weg ist. Da mir letztens schon ein junger Mann meine Kreditkarte, die ich vergessen hatte, hinterher getragen hat, schwant es mir: ich habe vergessen die Karte aus dem Automaten abzuziehen. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, hier bekommt man erst das Geld dann den Beleg und zum Schluss die Karte. Ich Horst! Also zur Bank, die mir erklärt, es muss über die nationale Kreditkarten-Anstalt ATC geklärt wird. Diese holt sich die Autorisierung der deutschen Bank. Oh Schreck da wir den Bus um 13.00 nehmen. Nach diversen Telefonaten mit der DKB und einer sehr netten Mitarbeiterin bei ATC händigt mir die unfreundliche Schnitte in der Bank meine Karte aus. Erleichterung! Alle Einkäufe von Teppich, Bändchen, Pullis, Ohrringen und weiteren Schnick-Schnack, den Bolivien so zu bieten hat, brechen wir wieder in Richtung Peru auf. Resümee Bolivien: es hat mir dieses Mal in diesem Andenstaat besser gefallen als beim ersten Mal. Dennoch sind die Menschen verschlossen und nicht so herzlich wie in weiter entwickelten Nachbarstaaten. Die Landschaft Boliviens macht aber dafür vieles wieder gut. Und es ist immernoch spotgünstig. Um 13.30 Uhr geht's nach Puno. Dort mit dem Taxi ins Hostal Los Pinos (5 Sol pro Taxe). Es ist ziemlich kalt in Puno, der Wind und Regen tun ihr restliches. Am Abend gehen wir zum Essen in die Calle Gris zu Mallku. In der Stadt herrscht der Trend zu Holzofenpizzas und Vino caliente. Ziemlich lecker, da es zieht dort wie Hechtsuppe.
Tag 15
Ganz gutes Frühstück in Los Pinos für 6 Sol. Um viertel vor 9 werden wir zu einer Vormittagstour zu den Uros Insel für 25 Sol abgeholt. Auf diesen aus Schilf, schwimmenden Inseln leben circa 6 Familien, die noch Quechua sprechen. Nach einer halbstündigen Erklärung unseres Guides kann, bieten die Inselbewohner den Touris ihre Dienste an: Besuch ihrer Hütten, auf Schilfbooten fahren oder Souvenirs kaufen. Alles in allem aber ein lohender Trip. Um halb 1 gehen wir auf den Markt zum Mittagessen. Die Mädels der Gruppe haben schon vor dem Bestellen Angst vor einer Magenräumung. Für 1€ essen wir eine leckere Gemüsesuppe & einen dicken Teller Linsen, Spiegelei, Reis und Salat. Dazu gibts warmen Ananassaft. Das ist auch gut so denn es fegt ein eisiger Wind und es Regen kündigt sich an. Dann am Nachmittag bissl Shopping. Vera und ich sind zu zweit unterwegs. Im Café Mojsa gibt es einen Energizer mit gemahlenen Coca Blättern, Orange und Honig. Bei Regen stapfen wir noch zum Artesanía Markt, wo die Gruppe süße Mützen und Pullis von ner Mamita gefunden hatte. Es regnet jetzt richtig. Wir klappern tatsächlich ALLE Stände ab und siehe da: es ist die allerletzte Tienda, in der die Muddi sitzt. Abends gehen wir wieder Pizza essen in das Restaurant "Pizzeria Buhu". Ist es gut. Im Hotel ist es sackkalt. Ich schlafe mit 3 Pullis und Fleecejacke. Heiße Dusche gibt es auch nicht. Gruselig!
Tag 16
Nach dem Frühstück und dem Begleichen der 3 DZ (960 Sol) geht's zum Busbahnhof in Richtung Cusco. Ich ärgere mich immer mehr über Maria von Royal Trips. Erstens nimmt sie für das Busticket bei Transzela statt 35 Sol 60 Sol. Zweitens bekommen wir die von Maria versprochen Frontreihensitze natürlich nicht, sondern sitzen ganz hinten. Ich würde nicht empfehlen die Fahrten über Royal Trip zu buchen. Fühle mich abgezockt. Wir erreichen Cusco um halb 3. Traurigerweise heißt es erstmal Abschied nehmen von Verena. Schön war's, Hermanita. Gracias! Mit dem Taxi zum Hostal Chakanahouse, Sachen abladen und nach ein Starbucks Kaffee auf der Plaza, gehen wir in ein Märchen Restaurant zum Abendessen. Um viertel nach 8 liegen wir im Bett. Bissl lahme Truppe. Wird halt geglotzt.
Tag 17
Nach dem mäßigen Frühstück geht's auf zum Mercado. Am Mittag treff ich Siddhi und Verena auf der Plaza. Sehr netter, sympathischer, lustiger, aber klitzekleiner Typ. Mittagessen gibt's auf dem Mercado San Blas an nem Veggi-Stand. Mega lecker! Die Gruppe hatten wir auch aufgesammelt auf'm Weg. Dann bisschen rumstreunen im barrio. Kaffee, plaudern: schön, Zeit mit den Zweien zu verbringen. Um 19.00 brieft uns Adelardo für Machu Picchu. Zum Abendessen folgen wir der Empfehlung vom Vor-Teamer Jan K. ins A mi manera. Steffi isst cuy, das Latino-Meerschweinchen. Im Hostal angekommen, packen wir noch unsere Tagesrucksäcke für die nächsten 4 Tage.
Tag 18
Morgens um 7.30 Uhr holt unser Guide uns ab und wir fahren 1,5 Stunden über Ollantambambo nach Santa Marta. Dort gibt es Mittagessen. Dann wird 3 Stunden auf dem Inkatrail gewandert. Ganz nett, da wir bei einer Mamita Kaffee und Schokolade probieren dürfen. Abends in Santa Theresa gehen Sonja, Sabrina, Abelzardo und ich in die Therme. Die Taxifahrt kostet einfach 12 Sol, der Eintritt 5 Sonnen pro Nase. Abends essen, Mojito als Absacker und dann in Hostal el Sol, was nix mit ner Ecolodge zu tun hat. Is aber ok.
Tag 19
Es regnet in Strömen morgens um 6.00 Uhr. Bei Frühstück beschließen wir mit dem Minibus nach Hidroelectrica zu fahren und die Bergtour zu skippen. Dort erklärt uns Abel 2 Stunden anschaulich die Entstehung der Prä-Inkas. Es regnet immernoch. Alle haben schon bissl Angst, dass Machu Picchu am nächsten Tag ins Wasser fällt. Wir laufen entlang der Schienen nach Aguas Calientes, der Ausgangspunkt für MaPi. Bissl nass kommen wir an, essen gleich Mittag und beziehen dann die Zimmer im Kekeros Hostal. Für 90 US$ ein ganz schön schlechtes Zimmer. Abends ist es mit einigen Pisco Sour ganz lustig. Gehen für schlafen. Tag 20 Sabrina und ich brechen um 04.20 Uhr auf um zu Fuß zum Machu Picchu zu laufen. Wir erreichen neben nem Typen als erstes den Eingang um viertel vor sechs. Die anderen truddeln auch ein. Nach 1 Stunde Erklärung von Adel besteigen wir den Wayna Picchu.
25 min später sind wir oben. Alle kommen mit, obwohl eigentlich alle Höhenangst haben. Cool! Kurzer Snack draußen, dann chill ich noch drinnen im absolut beeindruckenden Gelände und um 13.15 Uhr fahren wir (ohne Sonja, die Fotos macht) zum Mittagessen nach Aguas Calientes zurück. Danach beschließen der Guide und ich noch einen Berg gegenüber von MaPi zu besteigen. Nach ner 1 Stunde Aufstieg habt man einen tollen Blick auf die Inka Stätte gegenüber.
Wieder zurück dusche ich gegen eine Gebühr von 10 Sol. Nochmal in Aguas Abendessen und um 21.30 Uhr fährt unser Zug nach Ullantabambo. Langsam neigt sich die Reise für die Teilnehmer dem Ende....
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