Montag, April 13, 2009

Ab ins Warme - Adios a la Patagonia!!

So, mal wieder ein Monat vergangen und so viel erlebt. Das letzte Mal als ich mich zu Wort meldete, befand ich mich noch einigermassen in warmen Gefilden, aber es sollte bald kaelter werden. 
Naechster Stopp meiner Reise war Bariloche, welches mich sehr an die Schweiz mit Blockholzhaeusern erinnerte. Die Ausfluege, die ich dort mit dem Radl und zu Fuss machte, waren einfach grossartig; es war toll ein bisschen im Gruenen zu sein und die Landschaft rund um Bariloche war traumhaft.

In Bariloche lernte ich dann auch Tobi aus Berlin kennen, der sich fuer die folgenden 2 Wochen als mein Reisecompañero herausstellen sollte. Naechster Halt war El Chaltén, ein kleines Oertchen, das am Fusse des Fitz Roy gelegen ist. Zwischen Bariloche (ok, wenn ich ehrlich bin waren wir noch in El Bolsón, man sagt es waere ein Hippidorf, wir fanden es gar nicht Hippi) und El Chaltén liegen 33 Stunden ungeteerte Strasse. Diese sagenumwobene Ruta 40, die schon Che Guevara mit seinem Motor bestritten hatte, kostete mich so einiges an meinem Sitzfleisch.
Etwas ermattet kamen wir dann bei stroemendem Regen an, mussten dann leider noch 1 Stunde warten bis das Hostel aufmacht und bereiteten uns fuer den Trip zur Laguna de los Tres (Aussichtspunkt auf den Fitz Roy) vor, der uns am naechsten Tag erwartete. Leider hatten wir etwas Pech mit dem Wetter und die Aussicht auf das Bergmassiv war sehr eingeschraenkt. Dazu ging ein ungeheuerer Wind, es schneite und wir froren: trotzdem hatten wir jede Menge Spass und es war ein schoener Tag.

Auf dem Foto man Tobi (v.l.), mich, Flavia aus Córdoba, Arg., Lianne aus den Niederlanden und Laura aus Buenos Aires vor dem Eingangsschild zum Fitz Roy Nationalpark. 
Und da sich das Wetter auch ganz schnell mal aendern kann in Patagonien, hatten wir dann bei Abstieg doch wieder eine gute Sicht. 




Als naechste Haltestelle erwartete uns El Calafate, das aus Ausgangspunkt zur Besichtung des Perito Moreno Gletschers diente. So mieten Tobi, Flavia und ich uns ein Auto um im Morgengrauen (bessergesagt schon um 5 Uhr Morgens) in den 80 km entfernten Nationalpark mit dem riesigen Gletscher zum Sonnenaufgang zu gelangen. Aber es war auf alle Faelle die Muehe wert und wir erlebten ein spektakulaeres Erwachen des Tages.  
Mit dem Besuch des Perito Moreno neigte sich unsere Argentinienbesuch vorerst dem Ende zu und wir (immernoch Tobi und ich) naeherten uns der chilenischen Grenze. Wir beschlossen den beruehmten Parque Torres del Paine zu besuchen, obwohl es eigentlich schon Nebensaison ist, der Winter begonnen hat, somit kalt ist und viele Huetten schon zu hatten. Aber die Gelegenheit war zu guenstig und wer weiss, wann ich mich das naechste Mal ans Ende der Welt in Patagonien begebe. So mieteten Tobi, Angelika (ein Maedl aus Dublin) und ich uns ein Zelt, Schlafsaecke und einen Kocher und packen unsere Rucksaecke fuer einen 5 Tagestrip zu den Torres del Paine, um das "W" abzuwandern. Der erste Tag war ziemlich verregnet und wir liefen eigentlich die ganze Zeit im stroemenden Regen, bauten unser Zelt in der Naesse auf und waren dann heil froh uns ein bisschen in der Huette aufwaermen zu koennen. 
Am naechsten Tag sah es dann etwas besser aus und wir brachen auf in das "Valle frances". Nachdem jetzt im Winter nicht mehr viele Leute im Park waren, traf man abends auf den Campingplaetzen meist die gleichen Nasen und so verbrachten wir die Abende mit einem sehr lustigen Paerchen (Tash aus England und Oskar aus Barcelona) und Luis (auch aus Barcelona). Obwohl es sakrisch kalt war und wir wie die Hundlinge froren, war es stets echt lustig (nachdem uns ja allen kalt war- gemeinsam friert es sich geselliger). 















Die dritte Nacht campen wir am Refugio "los Cuernos", wo ich Leonardo kennenlernte, der dort arbeitete und den ich im Anschluss in Punta Arenas besuchte. Am Tag 4 ging es dann auf zum Aussichtspunkt um die Torres del Paine zu sehen. Das Wetter wurde immer besser und wir hatten strahlenden Sonnenschein (obwohl es nachts dadurch noch viel kaelter wurde) und somit saumaessiges Schwein mit dem Wetter. So konnten wir uns zu den Gluecklichen zaehlen, die die Torres del Paine nicht wolkenbehangen sehen konnten. 

Wir sind dann nochmal am naechsten Morgen zum Sonnenaufgang nochmal den letzten Aufstieg vom Camping aus machten, waren wir leider bissl zu spaet dran und konnten keinen Fetzen Sonne erhaschen. Aber gefruehstueckt haben wir da oben! 



Nach den Tagen im Park freuten wir uns alle auf ne ordentliche Dusche, ein gemuetliches Bett und ein grosses Steak (nach Unmengen von Fertigpasta, Oatmeal, Nuessen und Reis). 



Wie schon kurz erwaehnt, machte ich mich am kommenden Wochenende nach Punta Arenas auf. Dies liegt nochmals ca. 200 km weiter im Sueden und grenzt an Feuerland. Ich wollte dort unbedingt hin, um auf der Isla Magdalena eine riesige Pinguinkolonie zu erleben. Naja, letzendlich erfuhr ich, dass die Herrn im Frack schon in die Antarktis abgehauen sind, um dort ihre Babies zu bekommen, was solls! Leo, der aus Punta Arenas kommt, zeigte mir die ganze Stadt und das Wochenende war auch ohne Pinguine sehr nett.
Ich hatte mich schon die ganzen letzten Tage ungeheuer auf die Schifffahrt von Puerto Natales nach Puerto Montt gefreut: geplant waren 4 Naechte auf dem Navimag-Schiff, dass durch die patagonischen Fjorde an Gletschern vorbei faehrt, die ins Meer muenden. Als ich wieder nach dem Wochenende in Puerto Natales war, musste ich die traugrige Nachricht in Empfang nehmen, dass die Route aufgrund eines technischen Schadens in dieser Woche abgesagt werden musste. Shit!!! Luis, der Katalane den ich bei den Torres del Paine kennengelernt hatte, war in der selben Situation und so beschlossen wir den Bus nach Puerto Montt zu nehmen. Nach einer schlappen 32 Std. Busfahrt erreichten wir dann die Insel Chiloé, die nach Feuerland die zweitgroesste Insel Suedamerikas ist. 
Mit einem hollaendischen Paerchen erkundeten wir die folgenden 3 Tage die Insel, die voll von Holzkirchen, Mythen und Legenden ist. Eigentlich sagt man ueber dieses Fleckchen Erde, dass es dort immer regnet, aber wir hatten schon wieder Superglueck mit dem Wetter. So assen wir jede Menge Fische, inklusive ganze frische Austern...yummy! 

Der Besitzer des Hostels fuhr uns zwei Tage mit dem Auto ueber die Insel und wir lernten viele schoene und interessante Orte kennen. 








Nach 3 Tagen machte ich mich dann wieder auf die Reise, um in Santiago nach 2 Monaten Verena zu treffen. Wie es mir in dieser Megacity ergangen ist, warum man lieber kein Ceviche in Santiago essen sollte und Vieles mehr erfahrt Ihr das naechste Mal. Ich freue mich immernoch (!!!) ueber Post und hoffe, Ihr geniesst den Fruehlingsanfang in Deutschland. Un beso grande, bis bald 
la Isabell





3 Kommentare:

schritti hat gesagt…

Yeah, Hammer-pics!!

Gut gemacht, schau Dir nur alles genau an und erzähl uns davon.

Hilfreich wäre eine kleine Karte mit eingezeichneter Route, die Du gerade beschreibst, samt Legenden, damit man immer gleich weiß, wo sich dieser südamerikansiche Ort mit dem spanisch klingenden Namen befindet, von dem Du gerade erzählst...aber das wär wohl ein bissel zu viel Aufwand, oder?

Nun denn, immer schön weiter traveln, und lass von Dir hören!

Liebe Grüße ausm Östen

Anonym hat gesagt…

De fact, ja, das ueberfordert mich dann doch ein wenig, aber wenn Du nichts zu tun hast in der Arbeit, koenntest doch Du eine kleine Karte samt Legende erstellen, oder?

Von Herzen,
Isabell

Anonym hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.