Montag, August 25, 2008

Scubadubadooooo!!

Hallo zusammen,
nur ein kurzes Update heute, wir ham noch was zu lernen heut nachmittag :)
Wir sind inzwischen auf Koh Phi Phi angekommen. Bloody English Island...


Sind mit ein paar Englaenderinnen und einem ziemlich verrueckten kanadischen Paerchen dem Regen auf Koh Lanta entflohen und sind nun schon ein paar Tage hier. Ko Phi Phi hat definitiv ein paar sehr sehr unterschiedliche Gesichter. In der Stadt wie oben erwaehnt voll von Englaendern und Farangs, aber auf der anderen Seite tolle Straende und wahnsinnige Riffe aussenrum zum Schnorcheln und tauchen. Man muss einfach ein paar Minuten wandern oder ein Taxiboot schnappen und schon ist man vollkommen allein und kann die Ruhe geniessen. Auf einer der beiden Inseln hier wurde uebrigens "The Beach" gedreht, wir waren zwar noch nicht da, aber man kann sichs doch gut vorstellen. Die Inseln sind wie riesige Felsbrocken die einfach jemand hier fallen lassen hat und doch total gruen bewachsen. Wir zeigen einfach mal Fotos am besten...
Gestern haben wir ausserdem unseren Tauchkurs angefangen und heute unsere ersten beiden Tauchgaenge gemacht. War einfach nur Wahnsinn da unten. Damit ihr das richtig versteht, es war WAHNSINN da unten.. Haben alle moeglichen Fische gesehn (Angelfish, Skorpionfish, Pufferfish, Lionfish, usw usw), Nemo gefunden, ein paar Haie (ja genau Haie. Blacktip Shark (siehe unten), Bamboo Shark und nen Leopard Shark wens interessiert :)).


Ausserdem natuerlich riesige Korallen, Seesterne, und so weiter und so fort. Ist echt fast unbeschreiblich wenn man einfach atmen kann und sich in Ruhe alles anschauen kann. Und das Gefuehl schwerelos im Wasser schweben zu koennen, nach oben zu gucken und die Bubbles aufsteigen zu sehen, kopfueber, seitlich, wie man will, ist einfach nur unbeschreiblich.. Wir erzaehlen alles ausfuerhlich wenn wir wieder da sind. Morgen gehts nochmal raus und uebermorgen kommt der Manu dann zu uns runtergefahren und wir schaun mal was wir weiter machen. So, nu noch bisschen vorbereiten, heut Abend is Pruefung :)

So viel von hier, wir druecken euch alle!!
JJ C. and the mighty Shrimp

Montag, August 18, 2008

Sawasdee Kap


Kurzerhand wurde der indien-blog jetzt einfach mal umbenannt, weil wir ja nicht immer
nur noch in Indien unterwegs sein werden.

Liebe liebe Freunde, Familie, Bekannte und geliebte Wesen...
Wir sind am Donnerstag Mittag in bangkok und dann gegen nachmittag in der Khao san road (dem backpacker-zentrum von Bangkok) angekommen.
Wir haben das gleiche Hotel gesucht in dem auch der Manu abgestiegen ist, und haben es auch gefunden. Er war allerdings unterwegs. gegen Abend dann hat er an unsere Tuer geklopft und es gab ein riesen Hallo. (er ist ja schliesslich schon seit Februar unterwegs). Dann ging es richtig los.
anstatt unserer Muedigkeit und unserem Jetlag nachzugeben, sind wir durch bangkok gezogen und haben bis spaet in die Nacht gefeiert, geredet und natuerlich getrunken. irgendwann dann gegen ein Uhr nachts haben wir auhc Manus thailaendische Freundin kennengelernt und sind erstmal Suppe essen gegangen, weil ich noch Hunger hatte. An so einem Strassenstand und es war so lecker. Ich hab auch noch den Rest von der Teng (dem Thaimaedel) ausgeloeffelt, weil ichs gar so lecker fand. Ihre war aber dann doch noch schaerfer als meine und so hatte ich am naechsten Tag ziemliches Bauchgebrummel - allerdings nur wegen der Schaerfe. Das ging dann nach ein bis zwei Toilettenbesuchen wieder weg.
Es ist eigentlich so viel passiert...ich kann das gar nicht alles beschreiben. ...naja gut..aber ganz kurz:
Den Tag haben wir noch mit planen und rumkucken verbummelt und am Abend gabs dann ein echtes Highlight. Wir sind z einem Riesen Barbeque gegangen wo eigetnlich nur Thais hingehen. Da gab es alles zu essen was man sich vorstellen kann...und das meiste konnte man sich eignetlich nichtmal vorstellen. Ich kannte so gut wie nichts davon. Fuer zwei Euro haben wir aber geschlemmt wie die Weltmeister. Man holt sich Fleisch, Fisch und gemuese so viel und so oft man will, und macht es so aehnlich wie ein Fondue am Tisch. Natuerlich gab es auch Nachtisch, aber man konnte sich auch fleisch auf einem Grill griellen, oder auch Scampis so viel man moechte.
Dass das in keinem Reisefuehrer steht verstehe ich nicht.
Magenprobleme oder sowas hatten wir davon ueberhaupt gar keine. Wir waren einfach nur tierisch ueberfressen *grins*
Naja die nacht haben wir dann auch noch gefeiert bis in die Puppen und am naechsten tag sind wir auf so einen Riesenmarkt gegangen. Es war verdammt heiss und wir waren verkatert, aber ich habe schoene Sachen gefunden. Ein bissel was halt.
Am abend dann sind wir in den Bus gestiegen und ab nach sueden. War ne monster lange fahrt aber der Bus war einigermassen gemuetlich...ausser dass er die ganze nacht jamesbondfilme gezeigt hat in einer lautstarke die trotz ohrenstoepsel fast unertraeglich war. Und kalt war es...verdammte klimaanlage!!
Aber dann. nach gefuehlten 37.000 stunden fahrt kamen wir endlich an: Ko Lanta, die insel auf der wir eignetlich einen Tauchkurs machen wollten. Der Manu is noch in Bangkok geblieben weil der ja schon einen Tauchschein hat, udn wollte dann nachkommen wenn wir fertig sind. Allerdings haben wir uns umentschieden: nach so viel krassem Bangkok-flashes mussten wir erstmal chillen. Urlaub machen. Einfach mal richtig ankommen. Und so sind wir hier.
An einem Wunderschoenen Strand. Die Erste NAcht waren wir in so einem krassen Bungalow mit Glasfront und meerblick...das hatte 7 euro pro person gekostet, aber wir haben uns doch etwas unwohl gefuehlt bei soviel luxus und wollten uns das lieber fuer unseren Honeymoon aufheben.
Weil so schoen kuschelig ists dann doch nicht mit dem Joerg wie mit meinem Maedchen, und er siehts andersrum genauso...

Also sind wir jetzt direkt am Strand in einer Bambushuette so wie es sich gehoert, nur mit Fan, keine Klimaanlage und die Moskitos snacken mit vorliebe am suessen schritti. Wie gut dass es Moskitonetze gibt. Und Autan.
Heute haben wir den gaaanzen Tag so verbracht:
Sonne, meer, sonne, meer, sonne, lesen, rauchen, sonne, meer, essen, trinken, internet. So das wars...
Der Plan ist nun bis Mittwoch hier zu chillen und moeglichst entspannende Sachen machen, wie Moped ausleihen ueber die Insel heizen, von Wasserfaellen springen, Elefanten aergern, sonnenbrand pflegen, zum aufs Klo gehen einfach ins meer laufen und aehnlich beruhigendes.
Danach wollten wir auf ne andere Insel, ko phiphi, oder so, und tauchkurs und dann wieder mit manu treffen und entweder gleich weitertauchen oder erstmal relaxen von dem ganzen stress. und zwar auf Ko Chang...nicht auf der grossen sondern auf einer klinene versteckten, ohne strom und ohne Farang Kinocks (=Huehnerscheisse-Weisse).

Wir druecken Euch alle ganz ganz herzlich und freuen uns schon wieder darauf eure Gesichter zu sehen.

Euer Reisefipse Joerg und Martin
(Jarg, der Gigant und kun Gung - junger schrimp)

Montag, April 28, 2008

Klein Tibet

Namaska aus McLoad Ganj, dem Stitzt der tibetischen Exilregierung und auch Zufluchtsort des Dalai Lama, den ich gestern eher zufaellig gesehen habe, als ich dachte auf eine Demonstration zu warten. nette Zufaelle, die einem hier immer wieder passieren!
Meine letzten Wohen habe ich groesstenteil in kleinen Bergdoerfern verbracht und abei Paragliden gelernt. Da es in Indien keine Regulierung oder Lizenzvergabe gibyt, kann jeder ueberall fliegen wie er und kann. Oder eben nicht kann. Entsprechent spannend war das ganze mit indischem Lehrer, der sich selbst vor 7 Monaten beide Beine und den rechten Arm beim Fliegen gebrochen hat und dem indischen Sicherheitsstandart, den es nicht gibt. Aber ich habe alles heile ueberlebt und hatte herrliche Solofluege ueber 30 min mit teilweise 2500 meter Luft unterm Arsch. Super Gefuehl!
Morgen geht es weiter nach Amritsar, zum Goldenen Tempel der Sikh, bevor ich nach Dehli weiterfahre um meinen Flug nach Mumbai zu bekommen. Bis bald!
Bernhard

Freitag, April 18, 2008

Der Berg ruft

Hallo zusammen,
die letzten Tage habe ich in einem sehr kleinen Dorf namens Solang verbracht und Gleitschirmfliegen gelernt. Eine unglaublich tolle Erfindung! Um aber richtig Gute Hoehenfluege zu machen, werde ich mich morgen nach Bir (!) begeben und richtig hoch und weit durchstarten. Habe leider nicht viel Zeit zum schreiben, aber mir geht es wunderbar und melde mich bald wieder!
Gruesse aus den hoechsten Bergen der Welt
Bernhard

Montag, April 07, 2008

3000 km in 3 Tagen

Hallo zusammen und beste Gruesse aus dem Himalaya, genauer gesagt Old Manali, einem sehr indischen Bergdorf miten in einem traumhaften Tal gelegen.
Nachdem sich Andi verabschiedet hatte, habe ich mir noch ein paar schoene Tage in Hampi gemacht und mir noch etwas mehr Abenteuer abgeholt, denn wenn bei einem Leihroller bei ner Bergabfahrt die Bremsen versagen, ist das nicht ganz so gut. Hatte aber mal wieder das Glueck an meiner Seite und bin immer noch in einem Stueck unterwegs.
Langsam wurde es selbst mir im Sueden zu heiss und beschloss also mit dem naechst moeglichen Zug Richtung Berge aufzubrechen. Die letzten Tage waren sehr bewegt: 6 std. Busfahrt von Hampi nach Hubli Hbf, dann 41 Std. Zug nach Dehli (hab die Farht sehr genossen, denn es gibt irre viel zu sehen - besonders wenn man sich den Luxusausichtsplatz in der Tuer sichert). Nach dem 2. mal aufstehen fuehlt man sich dann wie nur 4 Std. gefahren und ich war topfit und entschied entsprechend abends nach Manali (17 std. Nightliner Bus) weiterzureisen. Tagsueber hatte ich somit einige Zeit, um mir Dehli anzugucken und festzustellen, dass meine Weiterreiseentscheidung durchaus die richtige war. Dehli stinkt.
Doch schon auf der Busfahrt hatte es micch richtig eiskalt erwischt, denn hier in den Bergen wird es nachts fast 0 Grad (tagsueber dann wieder 30) und was ich da so an Klamotten in meinem Rucksack fand hatte eher den Wert von Waschlappen. Also erst mal dicke Sachen shoppen und hoffen, dass ich heuteNacht sieben Decken von meine indischen Familie, bei der ich momentan wohne bekomme, anstatt wie heute Nacht nur fuenf. In Dehli waren es vorgestern noch 40 Grad. Das haut rein und bin wieder auf dem Boder der Temperaturen angekommen und sage es fuer alle, die die letzten Wochen so neidisch meine Bilder im StudiVz angeguckt haben: ja, ich habe heute nacht verdammt gefrohren!
Old Manali hat den beruehmten Manu Tempel, das indische Pendant zu unserem biblischen Noha, der genau hier Tiere und Menschen vor der grossen Flut auf eine Arche geladen hat und damit die Zivilisation rettete.
Ansonsten ist man hier Umgeben von 4000, 5000 und 6000 Meter hohen, schneebedeckten Gipfeln und die Wasserfaelle treten hier an einigen Stellen direkt aus dem Berg aus. Ich komm aus diesem Kitsch einfach nicht heraus!
Die weitere Planung sieht so aus, dass ich meine naechste Station Bir-Billing sein wird (ganz in der Naehe des Dallai-Lama Exilsitzes) und werde versuchen nen faehigen Gleitschirmlehrer zu finden um fliegen zu lernen.
Dieser Himalya ist unglaublich fazinierend mit allem drum und dran und finde sogar die Mentalitaet der Menschen wesentlich angenehmer als es im Sueden der Fall war. Daher bezweifele ich stark, es doch noch Richtung Rajastan zu schaffen, denn ich weiss mitlerweile Entfernung und Zeit in Indien ganz gut einzuschaetzen. Ja, die Zeit reicht beim Reise eigentlich nie, soviel steht fest.
Soviel erstmal aus Nordnordindien,
denk an euch!
Bernhard

Mittwoch, April 02, 2008

Finale in Hyderabad


"The City of Pearls" ist die letzte Station meiner Reise, und wohlwollend hat Sie mich empfangen. Anstatt zu den Hoehlen von Ellora weiterzuspurten, lasse ich mal lieber hier alles sanft ausklingen.
Auf einmal wieder allein, mit nur 2-3 (so scheint es) andren Westlern in der ganzen Stadt - das ist ein bisschen , und zugleich ein bisschen Einsamkeit.
Die 5,5 Mio.- Stadt ist schwer im Wachstum (auch 'Cyberabad' genannt), recht sauber, gruen, die Einwohner offen und entspannt. Der Norden ist eher den Hindus, der Sueden den Muslimen, und in der Mitte, im 'Hussein-See', steht ein 17 Meter hoher Buddha und passt auf, das alles friedlich bleibt. Der erste Versuch 1990, diesen 350-Tonnen-Koloss aufzustellen, fiel leider ins Wasser. Erst 2 Jahre spaeter haben sie ihn geborgen bekommen...
Daneben ist die Charminar, das Wahrzeichen der Stadt (siehe Foto, 56 m hoch, Moschee im 2. Stock), um einiges beeindruckender, ebenso wie das maechtige Golconda Fort (angeblich die zweitgroesste Festung des alten Indiens nach Amber Fort in Jaipur (ui, da war ich auch)).
Die Hindus haben auch hier ein Birla Mandir stehen, eine Art Pantheon, wunderschoen, komplett aus weissem Marmor, der aus Rajasthan importiert wurde.
Und so weiter und so weiter...
Ich bereite mich hier in aller Ruhe auf meinen koerperlichen - und mentalen - Abschied vor und freue mich rasend auf meine Lieben daheim.
LG
A

Dienstag, April 01, 2008

Hampi Hampi Hampi

Hampi hatten wir vor 2 Jahren ausgelassen, trotz grosser Empfehlung durch unsern 'Travel-Pionier' Joern the Schmufulus. Fuer dieses Mal war es aber fest eingeplant - und hat sich schwer gelohnt. Von der Kueste gings per Sleeper-Bus ins Landesinnere, aber geschlafen hab ich keine Minute... Bernhard und ich hatten eine Sleeper-Doppelkabine ganz hinten im Bus, und so viele Bumper auf einer Strecke hab ich noch nie erlebt... Vielzuwenig Platz fuer uns breitschultrige, ueberlange Germanen, dazu der wie ein bockendes Rodeopferd huepfende Bus, der einen dauernd 20-30 cm in die Luft hebt und wieder zurueckkrachen laesst ... das war eher eine Art Wrestlingfight als irgend was, was mit Nachtruhe zu tun hat.

Naja, und dann war ja eh Holi und kollektives Farbwerfen bis nachmittags angesagt. Was im Hampi eigentlich alles geboten ist, hat sich uns erst am naechsten Tag erschlossen:

Auf einer Flaeche von ca. 30 Quadratkilometern kann man sich hier die Augen aus dem Kopf fallen lassen. Mitten im Nirgendwo erheben sich in einer Flusstallandschaft Huegel aus meist roetlichen Granitfelsen, die in den absurdesten Formationen aufeinandergeschichtet sind. Was man hier sieht traut man weder Mutter Natur noch dem Menschen zu, alles zu gross, zu fremdartig, zu ... unfassable. Und inmitten dieser fremden Welt erheben sich die Ruinen Vijayanagar's, im 16. Jhdt. Hauptstadt eines maechtigsten Imperien in Indiens Geschichte, mit ehemals 500.000 Einwohnern. Quasi Orchha im Quadrat, mit natuerlich deutlich mehr Touristen, dazu Reisfelder und Bananenwaelder.

Fast alle wichtigen Gottheiten sind hier in Tempeln vertreten, die (typisch Hinduismus) meist auf den Huegeln trohnen und unglaubliche Ausblicke eroeffnen. Der Legende nach hat Hanuman, der Affengott, dieses Areal geformt, indem er Huegel hin und her verpflanzt hat. Und am Hanumantempel passierte es dann auch: Frisch geblessed traten wir unter duester-wolkigem Himmel aus dem Tempel hinaus, als ein maechtiger Blitz nur 5 Meter vor uns unter ohrenbetaeubenden Donnerkrachen in eine Art Blitzableiter des Tempels (Saeule mit Metallspitz) fuhr und explodierte. Da stellts einem dann gleich mehrfach die Haare auf. Das war uebrigens der einzige Blitz in dieser Stunde. Kommentar vom Tempel-Baba: "Hanuman". Allerdings, Babaji. Gut das wir frisch gesegnet waren :)

Blitze, Farbattacken, Skorpione, Schlangen, Krokodile, aggressive Bueffel, Motorroller zum Ausleihen, waghalsige Hoehlenklettereien, drohende Hitzschlaege, Regenguesse, Tauchgaenge im Reisfeld, Huegelbesteigungen in Flip-Flops und entzuendete Fuss-Blessuren... wir haben alles ueberstanden wuerde ich sagen. Aber noch lang nicht alles gesehen. Ich komme wieder! Bernhard und ich haben uns voneinader verabschiedet, ich bin mittlerweile in Hyderabad.

Gute Reise, mein Freund!
A




Dienstag, März 25, 2008

Straende und Fest

Also wieder in Gokarna, der Stadt, in der Shiva die Erde betreten hat (durch das Ohr einer Kuh, die aus Vishnus Nabel kam...). Ich hatte dieses Staedtchen beim letzten Mal schon sehr lieb gewonnen, aber die Einwohner leiden wohl zunehmends unter der Ignoranz vieler Touristen gegenueber der Heiligkeit der Staetten hier. Gut, das wir zum Saisonende unterwegs sind und so die Leute hier mehr und mehr Ihre Ruhe und Freundlichkeit wieder zu Tage getragen haben.

Wie manch einer weiss ist Om Beach ja mein liebster Lieblingsstrand, und nach 2 Jahren wieder den Haj ueber die Huegel dorthin zu machen war ein beinah spirituelles Erlebnis. So sind wir hier auch eine Woche in diesem Strandbiotop aus vielen Hunden, Kuehen und einigen Bueffeln, Geckos und Moskitos geblieben. Die Wellen an 'Om' sind wohl einzigartig, und sogar einen tropischen Sturm haben wir abbekommen...



Sind viel gewandert (6 verschiedene Straende haben wir gesehen), geklettert, geschwommen, gesurft, Boot gefahren haben uns eine - ziemlich freche - Braeune abgeholt und das Strandleben genossen.

Unsere kleine Festivalsaison begann mit dem juedischen Purrim-Fest (eine Art Karneval) an Om, weiter gings dann in Ankola und Hampi zum beruechtigten hinduistischen Holi-Fest.

Ich lass mal Bilder sprechen



Om Beach





Purrim (Bernhard als Shree Rama, ich Shree Krishna)






Holi in Hampi




LG Andi

Samstag, März 15, 2008

Oefter mal was Neues

So, jetzt wird es aber auch mal Zeit fuer meinen ersten Beitrag (und mein erster Blog meines Lebens), nachdem ich ja auch schon bald 12 Tage in Indien unterwegs bin.
Zunaechst war es erst einmal sehr angenehm in ein (damals noch) fremdes Land zu kommen und am Flughagfen von Andi abgeholt zu werden. Der war dann schon einen Monat unterwegs und entsprechend kurz ist natuerlich die Nacht geworden, denn es gab vieeeel zu erzaehlen. Der erwartete Kulturschock blieb allerdings aus. was sicher auch daran liegt, dass Mumbai recht europaeisch gepraegt ist und der Anfang so deutlich angenehmer ist, als wenn man in Dehli ankommen wuerde. Andere wiederrum stehen darauf, sich erst mal die volle Indienpackung abzuholen und dann runter zu kommen. Wie auch immer, Bombay ist mit seinen 17 Mio. schon eine ziemlich grosse Nummer und ich habe in 12 Stunden mehr Elend gesehen als in 12 Monaten Tanzania. Armut und Elend ist einfach noch einmal ein richtiger unterschied, wobei die Inder wirklich immer und ueberall schlafen koennen und sein es neben einer achtspurigen Hauptstrasse. Faszinierend. Auf der anderen Seite ist Indien ein Land in dem die meisten wirklich etwas schaffen wollen und aus ihrem jetzigen Leben das meiste rausholen wollen (beruflich), bevor sie sterben und wiedergeboren werden. Karma eben. Auf der anderen Seite hat man es auch nicht wirklich eilig, denn man hat ja auch noch einige andere Leben. Da ist Zeit dann doch eher relativ.
Kulturell ist hier einiges geboten und vor allem die permanente Goetterverehrung ist omnipresent. Der Hinduismus ist eine sehr lebendige Religion, man koennte dast sagen eine open-source Religion, denn jeder kann (fuer sich) etwas neues beitragen und sich natuerlich seinen Lieblingsgott aussuchen. Die Heiligen werden hier schon zu Lebzeiten heilig gesprochen oder erklaeren sich selbst fuer x-te Wiedergeburt von Sai Baba (dem Andi uebrigens auch erschreckend aehnlich sieht) oder sonst wem. Somit sind die Inder auch weiterhin fleissig am Tempel bauen und scheuen sich auch nicht davor ganze Tempel in Felsen zu meisseln, wie auf Elefanta Island, die wir dann am naechsten Tag besucht haben.
Als naechste Station sind wir dann nach Goa durchgestartet und ich habe meine erste, so lang ersehnte Zugfahrt bekommen! Mach immer wieder Spass in fremden Laender so zu Reisen, auch wenn das indische Schienennetz sicherlich die laengste oeffentliche Toilette der Welt ist!
Nach ein paar Strand und Jungel Tagen sind wir dann per Bus in die heilige Stadt Gokarna gefahren, die vor allem ihre "mobilen Tempel" fuer prozessionen zu bieten hat. In der Stadt gibt es weder Fleisch, noch Alkohol und es wird nun wirklich indisch, denn Goa ist auch noch sehr christlich-portugiesisch gepraegt.
Derzeit geniessen wir noch ein paar Tage unsere Zeit an Andis heiligem OM-Beach (weil der Strand so geformt ist wie das OM-Zeichen) und gilt in der internationalen Strandszene als die Mutter aller Straende. Eine Huette am Strand fuer nen Appel und ein Ei, herrliche Wellen und Delphine.... was will man mehr. Dadurch, dass die ecke auch aus Vulkangestein besteht ist die Verbinbung nach Zanazibar schon sehr deutlich....und ruft das ein oder andere Deja-vu hervor.
Unsere naechste Station wird die Hampi sein, in der Tempeltechnisch wieder einiges geboten sein wird. Danach haben sich meine Plaene etwas geaendert, denn es wird hier so langsam richtig, richtig heiss. Also werde ich, wie so viele andere Inder auch, vor der Hitze in den Himalaya fluechten und in der Gegend meine restliche Zeit verbringen. Guter Plan... die Backwaters in Kerala muessen also noch ein bisschen auf mich warten.

Es ist einfach immer wieder toll, was fuer Menschen mann unterwegs so kennenlernt, wie den 27jaehigen Tibeter Lyps, der ein Herz und eine Seele hat, die so rein ist, wie Volvic-Wasser noch mal durch ne Umkehrosmoseanlage geschickt. Der hatte schon angekuendigt, dass 2008 wg Olympia was in Tibet passieren wird. Heute war es dann schon so weit.

So, das ersteinmal fuer den Anfang...wir sind weiterhin bei bester Laune und Gesundheit und haben nicht vor dieses jemals zu aendern!
Liebe Gruesse
Bernhard

Donnerstag, März 13, 2008

From Mumbai to Goa (why not?)


MUMBAI


Mumbai is different, Delhi is different, India is different...
Alle 100 km eine andere Welt. Nach der Reise durchs kaum bekannte Gujarat gings per Overnight in die Hauptstadt des Bollywood, in eine 17 Mio.-Metropol auf ehemals 7 Inseln, dessen derzeitige Flaeche zur Haelfte dem Meer abgetrotzt wurde, in der 55 % der Einwohner in Slums leben, 40.000 illegale Taxen fahren und in der man so westlich wie moeglich wirken sein moechte. Der Victoria Terminus (siehe Bild) ist immer noch der betriebsamste Bahnhof Asiens und wickelt seine weiterhin taeglich seine 2,5 Mio. Passagiere ab.
Warum wieder Mumbai (a.k.a. Bombay)?
Ganz einfach:
Chhatrapati Shivaji International Airport, Lufthansa Direktflug FFM, planmaessige Ankunft 23:50 Uhr.
Und an Bord: der Bernhard :)

Hatte uns ein Zimmer im Sea shore Hotel vom letzten Mal reserviert, also schon fast a bissl a Nostalgie zu spueren. Sind mit der Faehre nach Elephanta-Island, wo es zwar keine Elefanten-Statuen mehr gibt (die hat der englische Koenig damals abtransportiert, nich dass die Inder die kaputt machen...), aber allerlei zu sehen, Bootsfahrt und angenehmes Wandern.

Ja, Mumbai war gut zu uns. Kein Kulturschock wie bei Einreise in Delhi, gutes Essen, schoener Stadtstrand, Skyline bei Nacht, all so was.
Aber auch nicht schlimm, wenn man abreist. Wohin? To notorious Goa, natuerlich.
Diesmal nicht Palolem im Sueden, sondern im etwas weniger 'ausgelatschten' Norden:




ARAMBOL (HARMAR)




Noch relativ neu im Tourist-Business, aber bereits _die_ Empfehlung in allen Reisefuehrern ist Arambol. Die alternde Hippie-Gemeinde ist vor einiger Zeit hierher umgezogen, um in Wuerde altern zu koennen, aber in 1-2 Jahren werden sie wohl weiterziehen mussen...
Es fuellt sich zusehends.
Wir hatten wohl noch gutes Timing, auch weil die Saison gerade endet, und haben angenehme Tage verbracht. Details folgen noch :)

Namaste
A

Mittwoch, März 05, 2008

Roads less travelled - Eine Reise durch Gujarat

1. Ahmedabad




Die sechstgroesste Stadt Indiens hat nicht viel touristisches zu bieten, ist aber neben ihrer Funktion als Gateway nach Sued-Gujarat (Saurashtra) und als eines der schnellstwachsenden Wirtschaftszentren des Landes wohl nicht zu unterschaetzen. Neben Ghandi's Ashram finden sich hier dann doch, wenn auch etwas versteckt, einige bedeutende religioese Staetten. Allgemein ist die Stadt aber - fuer mich - mit Ihren ca. 5 Mio. Einwohnern zu crowded und fast etwas zu schmutzig. Sehr, sehr wenige Europaer zu sehen hier. Weiter per Bahn.



2. Junagadh




Junagadh (170.000 Ew) hat einiges zu bieten, insbesondere seine Menschen. Was ich hier an Gastfreundschaft erleben durfte bleibt wohl unvergessen. Frueh morgens mit dem Sonnenaufgang gings los: 10.000 Stufen muss man hochsteigen, um den Gipfel des legendaeren Girnar Hill zu erreichen. 5.000 bin ich hoch, siehe Bild. Auf dieser Hoehe befinden sich die Jain-Tempel, dann kommt lange nichts und ganz oben auf der Spitze stehen noch diverse Hindutempel. Der Huegel ist beiden Religionen heilig. Jaehrlich am 6. Maerz (knapp verpasst) steigt hier das einwoechige Shivratri-Festival, an dessen Hoehepunkt die 'Nagababas', als heilig betrachtet Asketen, aus dem Wald herauskommen und Ihre Rituale mit den Pilgern teilen.


3. Somnath



Einer der heiligsten Tempel der Hindus steht in Somnath, an der Kueste Saurashtras. Hier befindet sich der erste der 12 Jyotir Lingams. In Indien gibt es Tausende von Tempeln, in denen dieser oval geformte Shivalingam (meist schwarzer Stein) verehrt wird, aber nur zwölf davon sind Jyotir Lingams. Jyoti bedeutet Licht, und ein Jyotir Lingam ist ein erleuchteter Lingam. Diese Lingams sind aus Kristall, sie kommen nicht vom Narmada Fluss. Elf von ihnen befinden sich in Indien und der zwölfte in Nepal.
War mein erster Sonnenuntergang am Meer, und der Strand hat auch Lust auf mehr (Meer) gemacht.


4. Diu








Diu ist wie Goa ehemals portugisisch und ein unter Indern beliebtes Ferienziel. Alkohol ist besonders guenstig (Diu wird als Unionsterritorium von Delhi aus regiert, als niedrige Tax) und die ruhige, Palmenuebersaete Insel mit Ihrem stolzen Fort wird nachts von allerlei Partyvolk beherrscht. Schoene Straende, schoene Sonne, Entschleunigung.





5. Palitana



Worte reichen nicht aus, um Palitana zu beschreiben. 3.200 Stufen muss man steigen, um das hoechste Heiligtum der Jains zu erreichen. 'A hilltop sea of temples'. Unglaubliche 863 Tempel in 9 Gruppen mit jeweils einem Haupttempel bilden eine wohl einzigartige Tempelstadt in luftiger Hoehe - mit einer fast ebenso unglaublichen Aussicht auf das Umland. Das war wohl das grossartigste an Architektur, was ich je gesehen habe. Das Taj Mahal verblasst dagegen... Von der Atmosphaere da oben ganz zu schweigen...

Da fahr ich definitiv wieder hin :)

Der Bernhard ist mittlerweile gut angekommen, ab jetzt gehts zu zweit weiter!

Ich melde mich bald wieder

Dienstag, Februar 26, 2008

Jaisalmer - die goldene Sandburg


Eigentlich wollte ich ja nach Bikaner, bin aber einer spontanen Eingebung gefolgt und nach Jaisalmer gefahren. Die Far-out-Wuestenstadt hat 55.000 Einwohner, die zum groessten Teil vom Tourismus leben. Die Stadt ist nicht nur fuer Ihr 'Golden Fort' bekannt, sondern auch Hauptanlaufstelle fuer Desert-Safaris. Entsprechend gross ist das Angebot und entstprechend stark der Druck, sich doch auf ein Kamel setzen zu lassen. Als einer der wenigen Westler hier hab ich das aber sein lassen und lieber Fort, Stadt und Umgebung erkundet. Und nach 1-2 Tagen kannten die mich eh alle Kameltreiber, also kam da auch gar kein Stress auf.
Einfach mal gemeinsam nen Chai trinken - no problem.
Hab hier sehr liebe Inder (und Inderinnen!) verschiedenen Alters kennengelernt und die Stadt wird wohl feste Station auf zukuenftigen Reisen.
Aus 2 veranschlagten Tagen wurden gleich mal 5, davon eine Nacht im Wuestendorf Khuri (Obdach und 3 Mahlzeiten - 1 EUR \ Tag), wo sich dann auch Sahara-artige Duenenlandschaften finden. Die Ruhe und der Sternenhimmel da draussen warn die einstuendige Busfahrt da raus mehr als wert - und mit 20 Mann aufm Busdach zu fahren war eh prima.

Eine neue, begeisternde Erfahrung hier sind sind die janistischen Tempel hier in der Ecke.
Die Jains (0,4% der Gesamtbevoelkerung) kennt man evtl. als die absolute "no-violence"-Religion (kein Fleisch essen, keine Kaefer zertreten)druecken Ihre Demut vor der Goettlichkeit in besonders detail-aufwendigem Tempelbau aus.
Im Fort selbst stehen 7, miteinander verbundene, kleinere Jain-Tempel, und auch etwas ausserhalb der Stadt steht ein mittlerer Tempelkomplex - aus dem selben, goldenen Sandstein gehauen und ergreifend schoen...
Das als Ueberleitung! Bin jetzt gerade in Ahmedabad, einer 5-Mio.-Stadt die keiner kennt
(wohl aus gutem Grund), meinem Gateway nach Sued-Gujarat, dem Holy Home of Jainism.

Freitag, Februar 22, 2008

Blue City (without) Blues


Nach Jaipur, der "pink city", war die "blaue Stadt" Jodhpur die naechste bunte Station Rajasthans. Die Haeuser der Altstadt sind 50-90% blau gestrichen, daher der Name. Das geht zurueck auf alte Tradition der Brahmanenkaste und ist inzwischen sehr populaer hier. Inmitten der Old City ragt aus dem nichts die ehrfuchteinfloessend maechtige, nie eingenommene Festung Meherangarh in den Himmel, von der ich auch dies Bild gemacht hab.
Eine unglaubliche Aussicht.
Sonst halten sich die monumentalen Attraktionen eher in Grenzen (bis auf einen voellig ueberdimensionerten, neuzeitlichen Palast, entstanden in einer der wohl groessten ABM-Massnahmen aller Zeiten), aber das Gassengewirr der Altstadt hat so einiges an Eindruecken und Erlebnissen zu bieten.
Die Leute hier sind ebenfalls sehr freundlich und entspannt, kaum was zu merken vom vielberichteten "Hassle" der Haendler, Rikshaw-Fahrer etc.
Durch einen ausgelaufenen Kuli, einen blaugezwickten Fingernagel und ein abfaerbendes Billig-Shirt war ich zwischenzeitlich aehnlich blau gefaerbt...
Vielleicht ein Vorgeschmack auf Holi, das Farbenfestival im Maerz.
Bin mittlerweile in der Wuestenstadt Jaisalmer, der "Goldenen Stadt" (hmei is des ois bunt do herunt) und melde mich bald mit dem naechsten Resumee.
So long
Andi

Montag, Februar 18, 2008

Orccha - a hidden palace

Nach all den Stadterlebnissen war's hoechste Zeit, hinaus aufs Land zu kommen und etwas zu entschleunigen. Das 8000-Einwohner-Dorf Orccha (sprich Ork-scha) ist dafuer wie geschaffen.
Von Touristen (noch) verschont - hier treiben sich nur ca. 20 Westler herum - das Hotel direkt neben einem Bauernhof, lauter entspannte und herzliche Menschen. Den Gedanken, von hier weiter nach Khajuraho zu fahren, hab ich schnell ad acta gelegt. Besser wirds auch nicht mehr fuer mich: Das Dorf liegt mitten im Dschungel und ist eine riesige Ruinenlandschaft. Viele der Tempel und Mausoleen aus dem 16. Jhdt. hier wurden zerstoert, aber nie aufgeraeumt. Das Dutzend Gebaeude, das noch steht, laedt zum erkunden und drin herumklettern ein. So kann man sich zB bei dem einen das Kellergewoelbe mit einer Fackel vortasten, beim anderen aufs Dach klettern und von dort aus den Sonnenuntergang geniessen. Alles in allem ist das hier eine Art Forum Romanum auf mehreren Quadratkilometern, um das sich quasi niemand kuemmert.
Neben prima Wanderungen kann man auch im blitzsauberen Fluss Bethwa schwimmen gehn oder einfach den ganzen Tag mit den Leuten hier quatschen. Besonders erwaehnt sei der "swiss baba", ein liebenswerter Schweizer um die 60, der seit 1981 in Suedasien unterwegs ist und fast zu jedem Ort in Indien einen Erfahrungsbericht zu bieten hat.
5 Tage war ich hier, und 2-3 Wochen kann man's bestimmt aushalten. Oder man laesst sich heir einfach fuer 3000 EUR ein Haus bauen, geht auch.
Jedenfalls hab ich jeden Tag intensiv genossen und hoffe, eines Tages wiederzukommen.

Momentan bin ich wieder in Delhi, wieder mitten im durchgeknallten Main Bazar, in Paharganj.
Doch Delhi sucht mich zu versoehnen. Den Tag hier mim Felix (huhuuu!) werd ich noch lange in bester Erinnerung behalten - danke nochmal, mein Freund.
Und gestern laeuft mir mitten im Chaos von Paharganj Jeremy, mein Franzose aus Agra, vor die Nase. Tja, you always meet twice in India. Also hab ich den Tag noch mit ihm verbracht (Delhi per Metro (!-effizient und sauberer als bei uns!) und zu Fuss erkunden ist mal was anderes.

Heute abend geht's per Overnight-Sleeper nach Jodhpur, in die "blaue Stadt".
Von da melde ich mich dann wieder.

Viele Gruesse
Denk an Euch

Sonntag, Februar 10, 2008

Can't taj this


Gleich vorweg: Ja, es ist das schoenste Bauwerk der Welt.
"Eine Traene auf der Wange der Zeit" oder auch "The imbodiment of all things pure" sind recht treffend.
Der Moment, in dem man es zum ersten Mal sieht, hat schon was besonderes. Bei mir wars in finsterer Nacht vom Hoteldach, vom Taj nur die Silhouette zu sehen - und doch unvergleichlich eindrucksvoll. Habe mich mit nem prima Franzosen zusammengetan und mit ihm dann am naechsten Morgen den Sonnenaufgang innerhalb der Riesenanlage (frierend) genossen - und natuerlich 1000 Fotos gemacht.
Naja, wenn 20.000 Leute 20 Jahre an einer Baustelle arbeiten kommt halt doch einiges dabei heraus. Allerdings verfaerbt sich das Taj Mahal zusehends Richtung gelb, trotz Umweltzone (die einzige in Indien) drumrum...
Agra ist gar nicht so "agro" wie man immer hoert, fand ich zumindest, aber ich komm mit den Indern auch wirklich super klar.
Die uebrige Stadt ist eher unspektakulaer, das Fort allerdings echt maechtig.
Fatepur Sikhri, die Geisterstadt 40 km ausserhalb hab ich ausgelassen und bin dafuer weiter nach Orccha, 300 km suedlich (diesmal wieder per Bahn fuer EUR 2,--).
Stay tuned!

Donnerstag, Februar 07, 2008

Think pink



Jetzt bin ich wirklich angekommen!

Jaipur, Hauptstadt und Gateway Rajasthans, ist Indien pur. Die qurlig-chaotische 2,5 Mio.-Stadt laeuft unter "sightsee till you can't see and shop till you drop". Das shoppen (Textilien, Schmucksteine und allerlei Kunsthandwerk) ueberlass ich lieber den "echten" Touristen, die hier Busseweise rangekarrt werden - aber beim Sightseeing bin ich dabei :)

Ob City Palace, Lake Palace, Amber Fort, Tiger Fort, Jaigarh Fort, Royal Gaitor, Jantar Mantar, Temple of the sun god, Govind Devji Temple usw usw oder mal die komplette Altstadt, die komplett in pink/orange gehalten ist und von 7 maechtigen Toren umgeben ist - Jaipur hat fuer jeden was. Elefanten, Kamele, Pferde, Kuehe, Hunde, Katzen und jede Menge Affen, prima scharfes Essen, Chai an jeder Ecke, Sonnenuntergang vom Monkey-Temple oberhalb der Stadt - Hier koennt ich laenger bleiben!

Auf dem Bild das Wahrzeichen der Stadt, Hawa Mahal, der "Palast der Winde". Ein Schelm, wer boeses dabei denkt...

Bin wohlig reizueberflutet und hab dank liebenswerter Guides auch die energiegeladene Atmosphaere der Stadt tief einatmen duerfen. Jaipur gehoert zu den faszinierendsten Staedten die ich kenne und ist in jedem Fall eine Reise wert.

Morgen geht's per Bus (! - ist aber Autobahn) nach Agra (300 km fuer EUR 3,-), bin mal gespannt ob mich das Taj touched.

Denke an Euch, schicke Gruesse

Andi (bedeutet in Hindi uebrigens "kaltes Wasser"... hmm.)

Dienstag, Februar 05, 2008

Nachtrag zum Smog...

Tag 2

Strassenszene aus der Naehe von Paharganj
Nein, das ist kein Nebel.
Und alles kann man auch nicht auf die Kuehe schieben.
Hier leistet jeder so seinen Beitrag, dass auf den Strassen
die Sichtweite teils unter 200m sinkt.



Good News am Rande:
Nachdem es zuerst hiess, Bananen-saison sei
erst ab April, scheint es nun doch welche zu geben.
Mangos hab ich allerdings noch keine gesehen...

Sonst trink ich natuerlich Chai was reingeht und goenne mir
das gute Butter-chicken (sprich: Battah-tschikkn) , sonst
fast nur Veg-Food.

Ernaehrungsplan also gesichert.

Montag, Februar 04, 2008

Delhi is different

Tag 1
Bin gesund und munter in good ol' Delhi angekommen.
Der Flug war ok, die Zwischenlandung in Doha unspektakulaer, ich reichlich uebermuedet.
Wenn man dann im Indira Ghandi aussteigt weiss man allerdings schnell, warum der unter den Top 5 der schlimmsten Flughaefen der Welt rangiert.
Die in Medien so energisch kritisierte Tatsache, dass man hier Klopapier separat vom Toilettenbesuch erwerben muss verblasst nicht nur vor dem Baustellencharakter eines Flughafens, in dem seit Jahren nichts repariert wird (offene Stromkabel haengen in der Gateway herunter, die Deckentaefelung fehlt zur Haelfte usw usw), auch nicht vor der Beamtenwillkuer ("sorry, tea time") oder dem Organisationsdefizit (2,5h in der Schlange bei der Immigration, in der Zwischenzeit werden die Koffer vom Laufband genommen und oesterlich versteckt) sondern all das verblasst vor einem:
Dem Smog in dieser Stadt, der alles durchdringt.
Man steigt aus dem Flieger und es riecht wie nach einem noch schwelenden Waldbrand. Die Augen traenen, atmen macht deutlich weniger Spass und man fragt sich die ganze Zeit, ob der ganze Rauch (!) hier da drin nicht doch von einem bedrohlichen Feuer stammen muss, dass jeden Moment alles verschlingen koennte...

Mit dem prepaid-Taxi dann nach Paharganj, zum alten Bazar, wo die Luft noch mieser ist, das Hotel Baustelle, auf 3 Etagen alle Toiletten defekt (was natuerlich nicht bedeutet, dass die nicht mehr benutzt werden), dann sanftes Einschlummern im Rhythmus der Vorschlaghaemmer.
Ich fuehle mich schon wieder voll akklimatisiert :)

Also kann es nur heissen: Raus raus raus aus Delhi.
Morgen gehts per Zug nach Jaipur.

Namaste!