
Eigentlich wollte ich ja nach Bikaner, bin aber einer spontanen Eingebung gefolgt und nach Jaisalmer gefahren. Die Far-out-Wuestenstadt hat 55.000 Einwohner, die zum groessten Teil vom Tourismus leben. Die Stadt ist nicht nur fuer Ihr 'Golden Fort' bekannt, sondern auch Hauptanlaufstelle fuer Desert-Safaris. Entsprechend gross ist das Angebot und entstprechend stark der Druck, sich doch auf ein Kamel setzen zu lassen. Als einer der wenigen Westler hier hab ich das aber sein lassen und lieber Fort, Stadt und Umgebung erkundet. Und nach 1-2 Tagen kannten die mich eh alle Kameltreiber, also kam da auch gar kein Stress auf.
Einfach mal gemeinsam nen Chai trinken - no problem.
Hab hier sehr liebe Inder (und Inderinnen!) verschiedenen Alters kennengelernt und die Stadt wird wohl feste Station auf zukuenftigen Reisen.
Aus 2 veranschlagten Tagen wurden gleich mal 5, davon eine Nacht im Wuestendorf Khuri (Obdach und 3 Mahlzeiten - 1 EUR \ Tag), wo sich dann auch Sahara-artige Duenenlandschaften finden. Die Ruhe und der Sternenhimmel da draussen warn die einstuendige Busfahrt da raus mehr als wert - und mit 20 Mann aufm Busdach zu fahren war eh prima.
Eine neue, begeisternde Erfahrung hier sind sind die janistischen Tempel hier in der Ecke.
Die Jains (0,4% der Gesamtbevoelkerung) kennt man evtl. als die absolute "no-violence"-Religion (kein Fleisch essen, keine Kaefer zertreten)druecken Ihre Demut vor der Goettlichkeit in besonders detail-aufwendigem Tempelbau aus.
Im Fort selbst stehen 7, miteinander verbundene, kleinere Jain-Tempel, und auch etwas ausserhalb der Stadt steht ein mittlerer Tempelkomplex - aus dem selben, goldenen Sandstein gehauen und ergreifend schoen...
Das als Ueberleitung! Bin jetzt gerade in Ahmedabad, einer 5-Mio.-Stadt die keiner kennt
(wohl aus gutem Grund), meinem Gateway nach Sued-Gujarat, dem Holy Home of Jainism.



